Autor · Regisseur München & Berlin
Dokumentarfilm  /  REFUGE IN MUSIC

Dokumentarfilm

REFUGE IN MUSIC

mit Anne Sofie von Otter, Daniel Hope, Christian Gerhaher, Heinz Jakob “Coco” Schumann, Alice Herz-Sommer

RegieBenedict Mirow & Dorothee Binding
KameraMatthias Boch (bvk)
SchnittJan von Stebut
ProduktionNIGHTFROG für Bayerische Akademie der Schönen Künste
Produktionsjahr2012
Länge / Format60 Min. Dokumentation & 100 Min. Konzert | HD

Worum es geht

Inhalt

“Refuge in Music – Terezin (Theresienstadt)”, ein 60-minütiger Film von Dorothee Binding und Benedict Mirow, ist von der Jury der International Classical Music Awards (ICMA) als beste Dokumentation 2014 ausgezeichnet worden. Anne Sofie von Otter, Daniel Hope und Christian Gerhaher führen darin Gespräche über das Überleben als Musiker im KZ Theresienstadt mit dem Jazzgitarristen Heinz Jakob “Coco” Schumann und der Pianistin Alice Herz-Sommer. Der Film, auch bei der Deutsche Grammophon als DVD erschienen, zeigt auch Ausschnitte eines Gedenkkonzerts in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, das im März 2012 stattfand.

Theresienstadt, tschechisch Terezin, war ein Durchgangslager der Nazis. In dem Konzentrationslager war die jüdische Kulturelite fast vollständig versammelt, auf engstem Raum lebten sie unter furchtbaren Bedingungen mit alten und sterbenden Menschen zusammengepfercht.

Das Ghetto wurde zum Inbegriff der größten Propagandalüge des Naziregimes, denn die Theresienstädter Künstler hatten das zynische Privileg, bis zu ihrem Weitertransport „in den Osten“, in die Vernichtungslager Auschwitz und Treblinka, zur Unterhaltung ihrer Leidensgenossen beizutragen und gleichzeitig der ganzen Welt vorzugaukeln, dass sie im „jüdischen Siedlungsgebiet“ ein angenehmes Leben unter ihresgleichen führen durften. Das Kulturleben blühte, es gab Theateraufführungen, Konzerte und ein sogar ein Caféhaus, wo man bei einem Becher „braunem Wasser“ die Musik der legendären Ghettoswingers genießen konnte. Überlebt haben nur wenige, aber die Musik, die dort inmitten des Grauens entstanden ist, gibt ein eindrucksvolles Zeugnis von der Hoffnung, der Sehnsucht, Trauer und Verzweiflung der Theresienstädter Künstler.

„Was mich fasziniert, sind Leidenschaft und Überlebenswille, die aus dieser Musik sprechen,“ sagt der Geiger Daniel Hope. Zusammen mit Anne Sofie von Otter gab er im Mai ein Konzert mit Werken aus Terezin in der Münchner Akademie der Schönen Künste“.

„Schon viele Male hat man gesagt `wir dürfen nie vergessen`, doch es muss auch zukünftig wieder und wieder gesagt werden. Völkermord und Verfolgung sind allgegenwärtig in unserer Zeit. Dieses Projekt ist Ausdruck meines innigen Wunsches, an jene zu erinnern, die inmitten unfassbaren Elends Musik schufen und die auf so tragische Weise ihr Leben verloren.“ (Anne Sofie von Otter)

Zu hören und zu sehen sind Ausschnitte aus einem Konzert der Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter, auf deren Initiative das Programm entstand, des Geigers Daniel Hope, des Pianisten Bengt Forsberg und des Kontrabassisten, Gitarristen und Akkordeonisten Bebe Risenfors. Letzterer begleitet auch den Bariton Christian Gerhaher, an die Originalschauplätze des menschenverachtenden Ghettos, das die Nationalsozialisten perfide und systematisch als Vorzeigelager aufbauten. Damit täuschten sie erfolgreich das Internationale Rote Kreuz. Einzig und alleine aus diesem Grund war Kultur ab 1942 in Theresienstadt auch offiziell erlaubt, doch auch vorher fanden Häftlinge Mittel und Wege, sich mithilfe der Musik einen letzten Funken Sinn, Trost und Hoffnung zu erspielen.

„Terezin“, ein Film über die Künstler und ihre Musik in Theresienstadt. • Regie: Benedict Mirow, Autor: Dorothee Binding, Kamera: Mathias Boch, Amadeus Hiller • Eine Produktion für die Bayerische Akademie der Schönen Künste 2013

Bewegtbild

Trailer

Was die Presse sagt

Pressestimmen

»Überaus sehenswert ist auch die einstündige Dokumentation mit zwei überlebenden Zeitzeugen: der 109-jährigen (!) Pianistin Alice Herz-Sommer und dem 88-jährigen Gitarristen Coco Schumann.«
Musik gegen die Unmenschlichkeit (Concerti )

Kontakt

Lesungen & Booking

Benedict Mirow führt nicht nur Regie, sondern schreibt und liest auch wahsinnig gerne. Vor Schulklassen, bei Literaturfestivals oder in Bibliotheken. Melden Sie sich bei Fragen dazu bitte einfach bei der Leseagentur C. Rothwinkler. Als Autor werde ich von Roman Hocke, Literaturagentur AVA international vertreten. Für Anfrage rund um die Filmarbeit oder in Bezug auf Mixed Reality Projekte nutzen Sie bitte das Kontaktformular. Herzlichen Dank!

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